Samstag 23. Januar 2010, 20:00-23:00 Uhr (MEZ) Interview mit Michalis Tzouganakis in der Sendung "Η γειτονιά των αγγέλων" ( Nachbarschaft der Engel) mit  Dimitris Sitis. Sender  "radiocitykalamonas" aus Essen http://www.radiocitykalamonas.gr/  31. Oktober 2009 Kleiner Bericht in der Zeitschrift “Ta NEA  On-line” vom “Das Experiment fordert die Kenntnis dessen, was früher war.” Der Lautenspieler Michalis Tzouganakis gab seine erste Vorstellung vor Freunden als er gerade mal 3 Jahre alt war. Seine musikalische Weiterentwicklung scheint seit dieser Zeit bis zu seiner (7 Jahre langen) Zusammenarbeit mit Nikos Mamangakis, Erfolgen wie z.B dem  (von Manolis Lidakis interpretierten) Lied “Pali-Pali”, den Dutzenden musikalischen Experimenten, die eine fanatische Fangemeinde in den Musikbühnen Athens geschaffen haben und seinen Auftritten in Konzerthaus “Megaro tis Musikis” und in ganz Europa, ungebrochen zu sein. “Jede gute Musik ist Weltmusik. Ich erinnere mich an die Tour mit Giorgos Dalaras und Melina Aslanidou 2007 in Europa und wie diese Musik die Menschen anderer Länder berührte.” Er wurde als Kind von  Auswanderern in Beringen, Belgien geboren, er war Schüler der Lyraspieler Leonidas Klados und des legendären Kostas Mountakis. Heute gehört er zu den Musikern, die in Richtung Tradition schauen. Er “stört” jedoch die Töne auf eine sehr gelungene Art und Weise. “Musik ist die die am stärksten gebändigte Freiheit. Das “Manipulieren” der Töne verlangt natürlich Kenntnisse der alten Überlieferung. Wenn du etwas Beeindruckendes schaffen möchtest, lerne Spieltechniken und studiere die Alten. Vergessen wir nicht, dass man Mountakis zu seiner Zeit für “modern” hielt. Heute aber sagen wir über sein Werk: “Wie schön es ist!” Wir nennen es nicht Kitsch! Wie auch immer, die Tatsache, dass mehr junge Leute sich mit der kretischen Musik beschäftigen, wird neue musikalische Substanz hervorbringen”, schließt Michalis Tzouganakis.              
7. November 2009, WDR -Funkhaus Europa - Radiopolis Interviewer: Giannis Skouras Dauer: ~ 13 Minuten Giannis: Das ist Musik von Michalis Tzouganakis, der als der beste kretische Lautenspieler gilt. Wir werden gleich auch über die gegewärtige Blüte der kretischen Musik sprechen. Und so klingt Tzouganakis, manche nennen ihn den “Hendrix der kretischen Laute”. Ich würde sagen er klingt eher etwas traditionell. Er kommt in den nächsten Tagen in die Rodiopolitia (gemeint ist das Sendegebiet von Radio Radiopolis) und zwar nach Berlin und nach Düsseldorf. Und er klingt so..., ich würde sagen wie eine Mantinada jedoch, etwas moderner. (Lied “Nene mou” aus der CD “Sti Skia ton Vrachon”) Alle nennen ihn die beste kretische Lyra (Versprecher)...Er ist einer der besten Lautenspieler des kretischen Raumes. Jetzt ist er mit uns verbunden. Grüße dich Michalis. Michalis: Grüße dich Gianni und alle eure Zuhörer. Ich freue mich dich zu hören. Giannis: Schön, sag mir mal, viele sagen, dass die kretische Musik momentan die einzige (griechische) Musik ist, die im griechischen Raum erblüht. Woran glaubst du liegt das? Michalis:  Schau, zunächst einmal denke ich natürlich nicht, dass sie die einzige ist, aber gewiss erfährt sie z.Zt. eine Blüte. So wie wir über das „Timing“, den Augenblick, in der Geschichte sprechen, so ist in ihrem Zyklus momentan ihr Augenblick gekommen. Aber, es ist wohl auch so, dass sowohl der Orient und ganz Asien als auch die globale Zusammenführung, die Globalisierung, dazu beiträgt. Wenn wir uns die Karte anschauen so liegt Kreta oder allgemeiner Griechenland, in der Mitte (zwischen Ost und West) und fungiert, sozusagen als Brücke. Nun, auch ihre Dynamik, denn sie (die kretische Musik) hat eine besondere Dynamik und Sensitivität, all das trägt dazu bei, dass sie weiter bekannt wurde. Natürlich spielt auch eine Rolle, wie, wer und wie intensiv man sich mit dieser (der kretischen Musik) befasst. Giannis: Wie siehst du dich - eher traditionell oder eher modern? Michalis: Zunächst kann ich mir kein Etikett anheften. Aber diejenigen, die mich kennen wissen, dass ich gerne auf der Suche bin, dass ich gerne erfinde, dass ich gerne dort bin, wo nicht die Masse ist. Denn da,wo die wenigen sind, da gibt es größere Bedürfnisse und da bin auch ich nützlicher. Ich meine, dass ich nach vorne gehen muss, dass ich Dinge erfinden muss, die ich den Menschen weitergebe, denn sie gehören nicht dem Erfinder. Nun zu „modern“ - das ist ein Wort mit relativer Bedeutung. Ich will es nicht mir zuordnen. Was mir aber gefällt ist die überlieferte Musik, die alten musikalischen und nicht musikalischen Sätze in eine gegenwärtige Form zu bringen. Ich lebe im Heute ich nehme die Dinge wahr, wie sie heute sind. Folglich bin ich auf der Erde, die Erde dreht sich und ich mit ihr. Giannis: Die Erde dreht sich sagst du? Michalis Tzouganakis sagt, dass die kretische Musik genau an dieser Brücke zwischen Orient und Okzident ist und in dieser Brückenfunktion gerade in dieser Zeit, so etwas wie eine Vermittlerfunktion einnimmt und die auch zwischen Moderne und Tradition vermitteln kann. Du hast in Belgien deine Kindheit verbracht, Michalis, und kehrtest mit deinen Eltern 78, als du 13 Jahre alt warst, zurück. Michalis: Ich war neun Jahre alt. Giannis: Als du neun Jahre alt warst.. Hast Du damals schon Lyra gespielt ? ... Michalis: Laute, Laute Giannis: Was bedeutet Musik für dich? Michalis: Musik ist Leben. Es ist die älteste Form der menschlichen Kommunikation, noch vor dem Wort. Wenn wir daran denken, dass Schwingungen die Musik ausmachen, auch wenn wir es nicht mit der Quantenphysik erklären, besteht alles aus Schwingungen. Wenn wir uns daran erinnern, dass das Alpha, das Epsilon, das Sigma irgendwelche ..... sind. Überlegt euch, dass diese auch Musik sind. Man kann sie zu einer Silbe zusammenfügen, die Silben formen ein Wort, mehrere Wörter zusammen einen Satz, mehrere Sätze einen Absatz und zusammen den Text. Wenn wir das Ganze philosophisch betrachten, so ist Musik eine archaische Sprache, eine wahre Sprache, der Menschen. Und ich glaube, dass es diese (Urkommunikation) bis heute gibt. Viele erkennen aber nicht, dass diese Art miteinander zu kommunizieren in ihrer DNA existiert. Wie fragen wir manchmal? Welche Musik hörst du? Daraus schließt man oft auf den Charakter und auf die  Interessen, die jemand hat. Giannis: Du kommst in die Rodiopolitia. Am 12. November spielst du in Düsseldorf –wir verlosen Karten dazu. Ruft an- 0221-56789777 ... Danke Michalis, wir konnten nicht alles sagen, aber wir hoffen Dich auf den Konzerten zu treffen. Michalis: Ich freue mich wirklich über die gute Zusammenarbeit mit dem Organisationsbüro, das sehr verantwortlich arbeitet. Ich freue mich dass wir auftreten am: 10. Nov. Amsterdam im Melkweg 12. Nov in Düsseldorf, Savoy Theater 14. Nov in München Freiheizhalle 15. Nov in Mainz Frankfurter Hof 21. Nov. in Berlin (der flämische Akzent ist unüberhörbar) Ich freue mich besonders auf die griechische Filmwoche in München. Dort werde ich auch den bedeutenden griechischen Regisseur Giannis Smaragdis treffen, der, wenn ihr euch erinnert, auch den Film El Greco gedreht hat. Ich werde dort (auf der Tour) die Menschen wiedersehen, die ich evtl. 2007 bei der Tour mit Dalaras getroffen hatte. Giannis: Schön Michalis, wir werden uns wieder unterhalten. Michalis: Nicht, dass ich es vergesse, ich möchte nicht vergessen zu sagen, dass es mich wirklich berührt, dass ich wieder zu den Orten meiner Kindheit komme, auch wenn nur in die Nähe dieser Orte.
Giannis: Laß uns dann„tot ziens“ sagen Michalis auf Flämisch: Tot ziens, jawel, da´s goed, zeer goed. (Auf wiedersehen, jawohl, das ist gut, sehr gut)   12. Januar 2009, Radio KritiFM, Athen http://kritifm.radio.de/  http://www.875.gr   Interview und Vorstellung der neuen CD “Sta Reymata tou Kosmou”. Interviewer: Vangelis Ligounakis Dauer: ~ 2 Stunden Eine Übersetzung kann auf Anfrage als PDF per e-Mail gesendet werden.
Berichte / Interviews
Interview bei Evolution TV, März 2010
Michalis Tzouganakis - Μιχάλης Τζουγανάκης  Fanseite       
Telefoninterview mit Radio Kriti fm am 30.Juni  2011 vor dem vom Radiosender veranstalteten Konzert am 1. Juli